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Warten

Warten
Veröffentlicht von Joachim Thieme-Hachmann am Do., 24. Nov. 2022 12:24 Uhr
Geistliches Wort

Warten - vielen Menschen fällt das schwer.

Zumal in der Adventszeit. Da brauchen wir z. B. einen Adventskalender, um in der Zeit der Erwartung irgendetwas tun zu können.

Wir spüren dabei: der Kern der adventlichen Erwartung ist Passivität.

Ein Kind im Leib seiner Mutter heran wachsen lassen. Warten auf den großen Tag, der zu seiner Zeit kommt. Sich beschenken lassen. Jede Woche eine weitere Kerze anzünden. Den erwarten, den Gott zu uns sendet, der "Heil und Leben mit sich bringt".

All das bildet einen Kontrapunkt zu unseren Gewohnheiten, zu unserer Kultur.

Mithilfe unserer wirtschaftlichen und technischen Möglichkeiten verwandeln wir die Zeit der Erwartung, der Passivität, in Zeit großer Aktivität.

Ein zur Geburt heranwachsendes Kind wird sorgsam überwacht. Der große Festtag muss vorbereitet werden. Geschenke werden überlegt, eingekauft und gebastelt. Neben den Kerzen am Adventskranz bekommen viele andere Lichter ihren Platz. Darauf dass unsere Welt heil wird, können wir nicht warten.

Es gibt eine ungute Art der Passivität, mit der man anderen und sich selbst schadet.

Passivität im Sinne von adventlicher Erwartung kann aber auch ein Ausdruck von Vertrauen sein.  Darauf, dass jeder und jede von uns beschenkt ist. Darauf, dass das Licht und der Segen des Weihnachtsfestes uns berühren werden.

Wir können uns dafür öffnen - das ist unsere Aktivität. So wie es in einem bekannten Adventslied heißt: "Macht hoch, die Tür, die Tür macht weit, eu´r Herz zum Tempel zubereit´".

Ich wünsche Ihnen eine gute Adventszeit voller Erwartung,

Ihr/ Euer

Joachim Thieme-Hachmann, Pastor