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Roja/Lettland

Filmabend 20. März 2020 18:30

die kunst sich die schuhe zu binden

Der liebenswürdige, aber chaotische Alex verliert seinen Job am Theater, und die Freundin wirft ihn aus der Wohnung, in der sie mit der gemeinsamen Tochter leben. Das Arbeitsamt vermittelt dem Ungelernten eine Stelle als Betreuer in einem Heim für geistig behinderte Menschen. Nicht sehr begeistert nimmt er die Stelle an und sorgt mit seinen unkonventionellen Ideen für Aufruhr in der Einrichtung. Von seinen Schützlingen geliebt muss Alex gegen konservative Sozialarbeiter und bürokratische Hürden kämpfen. Dabei lernen nicht nur die Menschen mit Handycap, Eigeninitiative zu entwickeln sondern auch Alex lernt, Verantwortung zu übernehmen. Diese schwedische Komödie beruht auf einer wahren Geschichte.

Partnerschaft Heikendorf - Roja/Lettland

Seit der Wende 1991 besteht die Partnerschaft zwischen der Evangelisch- Lutherischen Kirchengemeinde Heikendorf und der Evangelisch- Lutherischen Kirchengemeinde Roja in Lettland.

Im Laufe der Jahre haben sich enge freundschaftliche Beziehungen entwickelt, in deren Mittelpunkt unser gemeinsamer Glaube und das Lob Gottes stehen.

Wir über uns

In unserer Roja-Gruppe engagieren sich etwa 11 Mitglieder für die Partnerschaft  zu der lettischen Kirchengemeinde Roja. Sie alle setzen sich für Roja ein, geleitet von den unterschiedlichsten Motiven.

 
Vernetzt ist die Gruppe mit den Partnerschaftsgemeinden des Kirchenkreises Lübeck, die Partnerschaften zu verschiedenen Gemeinden des Kirchenkreises Riga pflegen, und mit den im Europareferat des Zentrums für Mission und Ökumene der Nordkirche zusammen geschlossenen anderen Kirchengemeinden, die Partnerschaften nach Lettland und Litauen unterhalten.
Bei unseren regelmäßigen Treffen- jeweils an einem Mittwoch eines jeden Monats-  sprechen wir über aktuelle Entwicklungen in Roja und Lettland und planen unsere Begegnungen und Hilfsaktionen. Unser Ziel ist es, die Kirchengemeinde Roja in ihren Wünschen für ihre Gemeindearbeit und dem Erhalt und der Verschönerung ihrer Kirche zu unterstützen, das Gemeindeleben zu fördern, die entstandene Freundschaft zu vertiefen und, auch bei teilweise unterschiedlichen Auffassungen, gemeinsam unseren christlichen Glauben zu leben.
Bei unseren jährlichen wechselseitigen Partnerschaftsbesuchen haben wir viel über die nicht immer einfachen Bedingungen in unserer Partnerkirche erfahren, und wir durften die Mentalität und Spiritualität der Menschen in Lettland kennen lernen. Gleichzeitig  stärken die Besuche das gegenseitige Verständnis, lassen das Vertrauen wachsen und vertiefen unsere Verbundenheit

Einmal im Jahr organisiert die Roja-Gruppe den Roja-Tag, bei dem unsere Partnerschaft und Informationen über die lettische Kirchengemeinde und Lettland im Mittelpunkt stehen. Auch bei anderen kirchlichen Veranstaltungen ist die Roja-Gruppe vertreten.
 
Kollekten und Spenden, sowie Zuwendungen des ZMÖ und des Gustav-Adolph-Werkes e. V. helfen unseren Partnern ihre Wünsche zu realisieren und geben ein Zeichen der Hoffnung. 
Unsere Partnerschaftsgruppe pflegt außer zur Kirchengemeinde auch noch gute Beziehungen zur Kommunalen Selbstverwaltung in Roja und dem dortigen Fischerei- Museum. 
 

Chronik der Partnerschaft

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion herrschten im vom Kommunismus befreiten und wieder unabhängigen Lettland, durch die Auflösung der Strukturen, Versorgungsengpässe und Not. 

In einer Welle der Hilfsbereitschaft in Deutschland taten sich auch in Heikendorf auf Initiative der Evangelisch-Lutherischen Kirche, Kommune, Kirchen, Vereine, Verbände, Feuerwehr u. a. zusammen, sammelten und spendeten, um den Menschen zu helfen.

Mehrere Container mit dringend benötigten Nahrungsmitteln, Medikamenten und Kleidung konnten so schon 1990/91 nach Riga verschifft werden.

1991 wurde von Heikendorfs Pastor Matthias Petersen und Lettlands Erzbischof Gailitis eine Partnerschaft Heikendorfs mit Roja initiiert.
Ab 1992 gingen die Hilfslieferungen direkt nach Roja, einem Fischerdorf in der Rigaer Bucht  an der Ostsee, einem Ort ähnlich wie Heikendorf in der Kieler Förde an der Ostsee. Die Hilfsgüter wurden in den folgenden Jahren von Heikendorfern  nach Roja gefahren und übergeben. So entwickelten sich durch persönliche Eindrücke und Gespräche viele Kontakte mit den Menschen in Roja. Diese Begegnungen waren wichtig für die Menschen dort. Sie unterstützten das Bedürfnis nach Sicherheit und Beistand aus dem westlichen Europa. Rojas Kirchenvorstand verteilte die Pakete an bedürftige Familien. Die Predigt unseres Pastors in Rojas Kirche ist vielen Gemeindegliedern in Roja in bleibender  Erinnerung. 

Bis in die ausgehenden 90er Jahre gehörten zu den geleisteten Hilfen: Krankenhausbedarf (Verbandsmaterial, Krankenhausbetten, Medikamente), verschiedene Fahrzeuge (Feuerwehrauto, Krankenwagen, Kleinbus, Schulbus), Textilien aller Art, Schuhe, Geschenkpakete, Geldspenden, Lehr- und Lernmittel. 

Nach den Jahren der Linderung der größten Not und der langsamen Konsolidierung Lettlands wurde die Partnerschaft ab 2002  als rein kirchliche Partnerschaft zwischen der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Heikendorf und der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Roja fortgeführt. 

Um die Partnerschaft zu festigen, besuchten einige Heikendorfer Kirchenvorstandmitglieder die Kirchengemeinde Roja. Sie wurden sehr herzlich aufgenommen, wohnten in Familien und lernten so die dortigen Lebensbedingungen kennen. Sie nahmen am kirchlichen Leben teil und erfuhren die Bedürfnisse und Wünsche für den Wiederaufbau des kirchlichen Gemeindelebens.  

2003 kam dann zum ersten Mal Besuch aus Roja zu uns nach Heikendorf.
Eine große Gruppe Gemeindemitglieder mit Kirchenchor reiste per Bus (ein ehemaliger gespendeter VKP-Bus) an. Alle wurden in Familien untergebracht. Zwei lettische Studentinnen von der Uni Kiel sorgten für die sprachliche Verständigung. Wir feierten unseren ersten gemeinsamen ROJA-TAG mit Festgottesdienst, Konzert beider Kirchenchöre und Ausflüge in unsere schöne Umgebung. Viele gute Gespräche brachten uns einander näher.

Regelmäßige, gegenseitige Besuche belebten in den darauf folgenden Jahren unsere Partnerschaft  und verstärkten, verbunden im gemeinsamen Glauben, Vertrauen und Freundschaft. Zu allen Besuchen gehörten immer Ausflüge und Führungen in die Umgebung, so dass wir die reiche Kultur Rigas und anderer Orte sowie die wunderschöne Natur Kurlands kennen lernten. Gleichermaßen lernten unsere Gäste die hiesige Umgebung und kulturelle Stätten Schleswig- Holsteins und Hamburgs kennen.

Sehr wichtig war uns in unserer Partnerschaft die Unterstützung der diakonischen Arbeit: Hilfe zum Kauf von Medikamenten und Nahrungsmitteln für bedürftige, meist alte oder kinderreiche Menschen, sowie zu einer Ausbildungsbeihilfe oder zum Schulessen. 

Inzwischen wurden diese Aufgaben  von der Kommune übernommen, die ein Sozialhaus für die verschiedensten Angebote einrichtete. 

Mit Spiel- und Bastelmaterial förderten wir die Arbeit der  Sonntagsschule (Kindergottesdienst).  

Zur Erleichterung der Seelsorge des Pastors in der weitläufigen Kirchengemeinde wurde von Heikendorfer Firmen ein gebrauchter PKW gespendet und von uns nach Roja überführt. 

Kollekten und Spenden unserer Gemeinde ermöglichten es auch, zur Renovierung der Kirche, Heizungsanlage und Orgel beizutragen.

Ein großer Wunsch in Roja war ein Gemeindehaus. Mit Heikendorfer Unterstützung wurde es möglich, einen Altbau zu kaufen. Eine umfangreiche Entkernung und Sanierung wurde notwendig. Vieles wurde in Eigenarbeit geleistet. Es konnte immer nur weitergearbeitet werden, wenn Geld für den Materialeinkauf vorhanden war. Bei unseren Besuchen konnten wir die schon fertig gestellten Räume, wie Gemeindesaal, Sanitärräume, Wohnraum für den Pastor, Diakonie- und Sonntagsschulräume mit Leben erfüllt sehen. 

Eine geräumige Kleiderkammer für die Ausgabe der gespendeten Kleidung, Kinderwagen und Rollatoren etc. aus Heikendorf wurde eingerichtet. 

Inzwischen ist die Kleiderkammer auch der Sozialstation der Kommune angegliedert. 

Unser  nächstes Hilfsprojekt war der Einbau einer Küche im Gemeindehaus. Heikendorfer Spenden und ein Zuschuss vom Gustav-Adolf-Werk ermöglichten die Erneuerung der Elektrik, der Wasserleitungen und die Einrichtung der Küche.

Das Gemeindehaus ist eine große Bereicherung für das Gemeindeleben, da vorher die Gruppentreffen in angemieteten Räumen im Ort stattfinden mussten.

Zur Nutzung des Hauses als kirchliches Jugendcamp konnten wir mit gespendeter Bettwäsche beitragen.     

2007 kam eine 35-köpfige Reisegruppe von Rojas Vidusskola (Mittelschule) nach Heikendorf. Alle Lehrer und Schüler konnten wir in unserem Jugendhaus unterbringen und betreuen. Im Gegenzug lud die Schuldirektorin eine Jugendgruppe unserer  Gemeinde nach Roja ein. Etliche Brieffreundschaften entstanden.    

So fuhr zum ersten Mal 2009 eine kleine Jugendgruppe unserer Gemeinde nach Roja. Die Vidusskola übernahm  neben der Unterbringung auch die Verpflegung. Unsere Jugendlichen waren beeindruckt von der herzlichen Gastfreundschaft, den interessanten Führungen in Riga und Roja und von dem Ausflug nach Ventspils (Windau) mit dem Ostseeölhafen und der imposanten Burg aus der Hansezeit. Der Sonntag gehörte der Kirchengemeinde mit Gottesdienst und der Begegnung mit Jugendlichen.  

Den ROJA-TAG 2013 und das 400-jährige Jubiläum von Heikendorfs Ortsteil Möltenort feierten wir gemeinsam. Mit der Kirchenvorstandsvorsitzenden aus Roja kam die Bürgermeisterin mit einigen Mitarbeitern und dem Frauenchor, der mit seinen Auftritten in lettischer Volkstracht das Fest eindrucksvoll bereicherte.

Ein Vortrag des lettischen Bischofs Alpe am ROJA-TAG 2014 über die Situation in Lettland regte uns zu einer Studienreise nach Lettland unter seiner Leitung an. 

2015 zeigte Bischof Alpe einer Reisegruppe unserer Kirchengemeinde die schönsten Städte, Landschaften und Kulturdenkmale seiner Heimat Lettland.

Sein Netzwerk von kompetenten Kirchenleuten und Kulturexperten ermöglichte uns fundierte Einblicke in das Gemeindeleben und die Geschichte und Kultur.

Das Wochenende verbrachten wir mit unserer Partnergemeinde Roja

Friedhofsgottesdienst, gemeinsame Kaffeetafel im Gemeindehaus und  das Partnerschaftsgespräch zur  Situation der Kirchengemeinde und zu geplanten Projekten bildeten den Rahmen unseres Besuches und ermöglichten viele  Begegnungen und Gespräche mit unseren Freunden. 

Wir danken allen, die diese Partnerschaft in den vergangenen 25 Jahren durch persönlichen Einsatz oder materielle oder ideelle Hilfe gestützt und gefördert haben.