06/01/2026 0 Kommentare
Geistliches Wort für den Januar
Geistliches Wort für den Januar
# Geistliches Wort

Geistliches Wort für den Januar

Siehe, ich mache alles neu (Offb. 21,5). So lautet die Losung für das Jahr 2026. Alles neu? Och nö. Ich habe mich gerade so schön eingerichtet. Kann nicht lieber alles so bleiben, wie es ist?
Beim Nachdenken über die Jahreslosung erwische ich mich bei diesem Gedanken. Vielleicht geht es ihnen auch so: Wir haben uns eingerichtet in unserem Alltag, in unseren Gewohnheiten, in dem, was wir kennen. Auch in dem, was nicht ideal ist, was drückt und belastet, was aber vertraut ist. Veränderung klingt erst einmal nach Anstrengung, nach Unsicherheit, nach Verlust von Kontrolle. Wer weiß schon, ob das Neue wirklich besser wird? Die Jahreslosung verschweigt diese Angst nicht. Sie sagt nicht: Du sollst alles neu machen. Sie sagt: Ich mache alles neu. Gott ist es, der handelt. Und er spricht diesen Satz nicht zu Menschen, denen es gerade blendend geht, sondern in eine Welt hinein, die müde geworden ist, und voller Brüche.
Dieser Vers steht ganz am Ende der Bibel. Und er ist eben kein Rückblick auf das, was war, sondern ein Ausblick, ja eine Verheißung auf das, was noch kommt. „Siehe, ich mache alles neu.“ Das ist kein Drohsatz, sondern eine Zusage. Eine Einladung, dem kommenden Jahr mit vorsichtiger Offenheit zu begegnen. Und darauf zu vertrauen: Gott hat mit uns noch etwas vor, etwas Neues, etwas Gutes.
Einen gesegneten Start ins neue Jahr wünscht ihnen
Pastor Florian Fitschen
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